Juni 1984

Mittwoch, 27. Juni 1984

Was!? Es ist nicht zu fassen. Daß ich am 13.05. zum letzten Mal was geschrieben habe. Mir kommt es schon viel länger vor. Also: Petra war mit Dirk zusammen. Am Abend vor ihrem Geburtstag, Sonntag, 20.05. waren wir im Take. Vorher war ich wirklich nicht glücklich, denn allein wollte ich nicht weggehen. Also, am 20.05. kam ich ins Take. Petra und Dirk waren schon da. F. saß bei uns am Tisch. Den kannte ich schon vom Sehen, weil er den Conny bei Take Off-Lotto vertritt (als Disc Jockey). Später erzählte mir Petra, F. hätte gesagt, ich wäre hübsch. Naja, ich kenne sie ja mittlerweile, das hat sie mir schon einmal erzählt. An Himmelfahrt waren wir (vor allem Dirks Freunde), Petra + Karsten auch zum Glück, bei Petra im Garten. Abend war dann Schluß mit Dirk. Zum Glück. Denn der war zuletzt wirklich ekelhaft. Trotzdem hat sie ihm noch einige Zeit nachgetrauert. Verständlich. Danach war nichts besonderes. Wir waren öfters im Take. Ich freute mich jedesmal, wenn F. da war. Warum, wußte ich nicht. Einmal ließen wir unseren Montag ausfallen und waren im Take. Petra hoffte, Dirk zu sehen. Aber er war nicht da. Ich glaube, es war der 06.06., mittwochs, als wir später ins Take gingen. F. war auch wieder da. Wir erzählten von Pfingsten, und Petra fragte ihn plötzlich, ob er mitfahren wolle. Das mußte er sich überlegen. Dann kam der Freitag. Ich war den ganzen Tag total nervös, einerseits, weil wir Samstags nach Lausanne fahren würden und andererseits weil F. abends im Take sein würde, um uns Bescheid zu sagen. Also abends ins Take. Nichts los. Wir wollten noch mal kurz ins Pub gehen, aber da waren lauter unbekannte Leute. Dann in die Rumpelkammer. Später ins Take. Petra ging auf Toilette, auch um zu sehen, ob Dirk da war. Sie kam zurück und erzählte ganz freudig, daß F. da sei und mitfahren würde. Super! Kurz danach kam er zu uns.
Das wars dann. Also!! Unser Wochenende in Lausanne. Super war es! Jetzt mal ganz abgesehen von der Sache mit F. und mir. Was ja noch gar nichts war. Oder doch? Ich weiß nicht. Nur manchmal fühlte ich mich gar nicht wohl. Und außerdem war ich wahnsinnig eifersüchtig, wenn er sich mit einer anderen unterhielt. Abends, nach dem Essen, war keiner mehr so wild auf das Nightlife von Lausanne. Also veranstalteten wir jedesmal eine kleine Party in unserem Zimmer. Wir hatten ja genügend Getränke mitgebracht. Hihi.
Im Hotel in Lausanne
F. war immer der letzte, der noch da war. An einem Abend meinte er irgendwann, ihn liebe ja doch keiner, worauf Petra erwiderte, vielleicht liebt dich doch jemand. Er sah uns beide an, aber ich blickte ganz unbeteiligt weg. (Laut Petra hat es nur an mir gelegen). Montags waren wir gegen 18 h wieder zurück. Abends haben wir uns im Take getroffen. F. vertrat gerade Rolf und legte Platten auf. Dirk war auch da. Mit neuer Freundin. Petra war geschockt und mußte sofort zu Norbert fahren (Freund von Dirk). Ich blieb allein, fühlte mich aber gar nicht verlassen. Aber dann plötzlich erzählte mir F. von einem Mädchen, das er gern als Freundin gehabt hätte. War aber nichts. Und ich? Mist. Als Petra zurückkam sagte ich zu ihr, ich besaufe mich jetzt. Plötzlich kam Norbert. Petra war glücklich. Und mit Norbert zusammen. Petra und ich tanzten. F. ging vorbei und da sagte sie zu uns, wir seien blöd. Und F.: ich mag sie eben, was soll ich da machen. Mensch, so was. Er mußte bis 1 h bleiben und wollte mich dann zu meinem Auto (bei Petra) mitnehmen. Und so weiter … ich hab jetzt keine Lust mehr. Jedenfalls hat es so angefangen. Und ich wußte nicht, was ich wollte. Und dann mußte er wieder nach Bochum. War alles klar. Bis gestern. Wir waren in der Rumpelkammer und trafen dort Andy, Ex-Klassenkameraden von Petra. Der ist lieb! Ein bißchen ausgeflippt und nachher auch reichlich zu. Aber er war begeistert von meinen schönen Augen. Demnächst will er eine Party machen und ich bin natürlich auch eingeladen. Heute abend hat W. wieder angerufen, aber ich hatte ziemlich schlechte Laune. Am Freitag kommt er wieder. Mensch, was soll ich nur machen. Wenn ich es nur wüßte. Einmal möchte ich erwachsen werden. Trotzdem: hoffentlich sehe ich Andy bald wieder, diesen verrückten, lieben Kerl!

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