Februar 1984

Mittwoch, 1. Februar 1984

Hexenball. Super! Stefan kam auch. Unglaublich. Wir haben getanzt. Dann haben wir uns wieder verloren. Später noch mal an der Bierbar gesehen. Aber er hat nur mit Petra geflirtet. Zum Glück hat die Bernhard, bzw. will den GL. Petra hat ihn für die Party am Freitag eingeladen (Keule kommt nämlich auch). Hoffentlich kommt Stefan. Petra ist um 0:30 h weg, ich blieb mit Heike noch eine Stunde. War noch ganz schön fit.

Donnerstag, 02.02.84

Heike hat mich heute im Büro besucht (sie war mit ihrem Kunst-Kurs im Museum gewesen). Abends zu Hause.

Freitag, 03.02.84

Party von Andrea und Memmi am alten Sportplatz. Party war zuerst ein bißchen lahm, ich wollte nicht lange bleiben. Stefan kam auch nicht. Aber später war es lustig. Mit E.T., Rosa und Arno zusammen gestanden. Als wir gehen wollten, hat uns Friedel zum „Kaffeetrinken“ eingeladen, mit ihm und Ede. Hihi, blöd. Wir haben natürlich zugesagt und sind dann nach Hause gegangen. Als ich zu Hause war, habe ich zufällig Friedels Auto unten gesehen. Ätsch! Da hat er uns wohl vermißt.

Samstag, 04.02.84

Maskenball Turnhalle. Wir waren dort, aber es war nichts los. Um ca. 1:30 h nach Hause gegangen.

Sonntag, 05.02.84

Nachmittags bei Petra zum Kaffeetrinken.

Montag, 06.02.84

Frauenabend. Spaghetti Carbonara gegessen.

Dienstag, 07.02.84

Zu Hause.

Mittwoch, 08.02.84

Hexenball. War gut, natürlich wie immer ziemlich voll. Stefan war diese Mal nicht da. Aber egal. Dieses Mal habe ich es richtig ausgenutzt. Bis 3:00 h dort. Habe Stefan getroffen, den Ex-Freund von B.s Schwester. Lange mit ihm in der Sektbar gestanden. Dann sind wir runter in die Kellerbar. Ein Besoffener leistete uns noch Gesellschaft, ganz lustig, dann kam noch so ein großer blonder Typ, der kannte Stefan. Als Stefan ging, unterhielten wir uns noch eine Weile. Er heißt Uwe und kommt aus Ginsheim. Er sagte mir, seinen Namen solle ich mir gut merken. Hihi. Dann wurden wir rausgeworfen. Oben saß ich noch einen Moment bei den anderen Überresten (Arno, Lule, GL, Friedel, Anke, u. a.). Bis 3:00 h.

Donnerstag, 09.02.84

Ich hatte den ganzen Tag frei (2 Samstage gearbeitet). Bis 14:00 geschlafen. Nachmittags mit Heike in Rüsselsheim und bei Massa, die restlichen Sachen für den Monsterball einkaufen.
Jetzt, heute abend, ist sie schon wieder da. ACHTUNG!!! Und gleich will sie lesen, was ich eben geschrieben habe. Ganz schön unverschämt. Na gut, ausnahmsweise.

Freitag, 10.02.84

Mit Petra, Bernd und Werner in Mainz im Kino. Wir haben dort Rosa und zwei andere getroffen. Anschließend im L’Arcade. War aber nicht so toll. Deshalb sind Petra, Bernd und ich in den Augustinerkeller gegangen und haben später die anderen abgeholt. Um 2:00 zu Hause.

Samstag, 11.02.84

Monsterball Eigenheim.
Tolle „Monster“ waren wir. In schwarz und rot mit silbergrauen Haaren. Und Masken.
Monsterball
Am Anfang war es nicht ganz so gut. Nachdem wir bei unseren Jungs auf der Bühne mal mitgetanzt hatten, setzten wir unsere Masken ab. Besser so. Später waren wir unten in der Kellerbar. Super-Stimmung. Auf einmal kam Uwe. Es war ihm sehr peinlich, daß er meinen Namen vergessen hatte. Leider mußte er schon wieder gehen. Die anderen wollten nach Hause. Ich wollte auf Toilette und habe ihn auf dem Weg nach oben noch mal gesehen. Er sagte, er würde gern mal mit mir tanzen, aber er müßte leider weg. Er verabschiedete sich von mir mit Küßchen. Ich war wahnsinnig happy! So was! Ich glaube, ich habe leicht gestört, verrückt ausgesehen. Total ausgeflippt! Später haben wir Anke gesucht und sind nach oben in die Sektbar gegangen. Er war immer noch da! Ich wäre nicht zu ihm gegangen, aber er hielt mich fest. Die anderen hätten es sich überlegt, also war er noch da. Ich bin dann bei ihm hängengeblieben. B. war plötzlich auch da. Er kam zu mir und wir haben uns eine ganze Weile unterhalten. Der hat sich ganz schön verändert. Positiv. Er hat mir meine Kette zurückgegeben. (Zu Hause am Tor fand ich eine Spielkarte. Er hatte darauf geschrieben: Du bist immer noch die Kreuz-Dame). Tut mir ja leide für ihn, aber das wird nie mehr was. Ich will nicht ihn, sondern … Na ja, mal sehen. Der Uwe war jedenfalls ziemlich enttäuscht, daß wir uns dann trennen mußten. Aber wir wurden rausgeworfen. Um 4:30 war ich im Bett.
Übrigens, B. will mich vielleicht mal zum Essen einladen.

Sonntag, 12.02.84

Mit Petra und Heike italienisch essen.

Montag, 13.02.84

Frauenabend. Diesmal habe ich gekocht. Chinesisch.

Dienstag, 14.02.84

Zu Hause. Heute abend habe ich das alles aufgeschrieben. Das tut gut. Und ist auch besser so momentan. Heike ist viel zu neugierig. Und im Augenblick soll sie das wirklich nicht lesen. Denn ich glaube, ich habe mich verliebt. Wirklich. Jedenfalls denke ich dauernd an ihn und bin seitdem in einer Super-Stimmung. Könnte gar nicht besser sein. Und es war auch ein guter Anfang. Wir haben fast die ganze Zeit nur geredet (ich natürlich wieder jede Menge Blödsinn nach dem vielen Sekt). Sonst nichts. Gar nicht so typisch für Maskenball-Bekanntschaften. Noch 24 Stunden muß ich es aushalten. Es wird schon werden. Es muß doch stimmen, was mir die Frau H. vorausgesagt hat. O.k. das wär’s dann im Moment. Noch qualvolle 24 Stunden! Hoffentlich ist es bald soweit.

Sonntag, 19.02.84

Mittwoch, Hexenball. Ich hatte mich so gefreut. Aber er war nicht da. Warum? Einen guten Grund gäbe es: um ca. halb zehn haben sie wieder mal keinen reingelassen. Ich hoffe, deshalb. Aber das habe ich erst am nächsten Tag erfahren. Deswegen war ich am Mittwoch ganz schön fertig. Übrigens hatte mich abends der B. angerufen und zum Essen eingeladen. Am Dienstag. Am Donnerstag war ich zu Hause. Habe seine Telefonnummer herausgefunden. Zumindest die seiner Eltern. Angerufen habe ich bisher noch nicht. Weil ich dachte, ich sehe ihn vielleicht am Wochenende. Am Freitag abend war ich mit Petra und Bernd im Kino und anschließend im Athen. Wir haben Pläne gemacht für Samstag.
Am Samstag waren wir zunächst auf der Party von Andreas. Absolut lahm. Ich habe mich leider von Petra überreden lassen, nach Bauschheim zum Maskenball zu fahren. Furchtbar! Da ist mir die Turnhalle tausend mal lieber. Eigentlich wollten wir ja nach Ginsheim zum Hexenball. Aber so … Zweimal Eintritt bezahlen. Nein. Und ich hatte mich schon so gefreut, Uwe wiederzusehen. Wir sind dann zu mir nach Hause gefahren und haben fern gesehen. Und dann, um 0:30 noch mal in die Turnhalle. Petra hat Bernhard getroffen und war natürlich beschäftigt. Naja, dann kam noch der Tommy S. vorbei und mit dem war ich dann zusammen. Besser als keiner. Wenigstens war es nicht so langweilig. Aber ich habe dauernd gedacht, warum der und nicht Uwe. Scheiße, scheiße.
Am Sonntag bin ich um 14:45 aufgestanden. Später sind wir zu Anke gegangen. Sie hatte Geburtstag. War ganz lustig. Um 21:00 zu Hause, fern gesehen. Das wars dann. Morgen wieder Frauenabend und am Dienstag gehe ich mit B. weg. Irgendwie werde ich es bis Mittwoch überstehen. Ich hoffe ja, daß er kommt. Das ist momentan noch das einzige, was mich aufrecht hält. Puh. Noch 3 Tage. Wieviel Stunden sind das?

Samstag, 25.02.84

Endlich Urlaub! Heute habe ich noch gearbeitet.
Montag war wieder unser üblicher Frauenabend. Wir waren alle müde. Dienstag kam ich mit total schlechter Laune von der Arbeit. Zum Glück hat B. das Essen abgesagt, weil er kein Geld hat.
Mittwoch. Hexenball. Uwe war nicht da. Schade. Aber ich habe mich trotzdem gut amüsiert. Es war wieder mal super. Petra war dann später mit Bernhard zusammen. Ich habe ein bißchen mit Wilfried aus Bischofsheim geflirtet. Aber später bin ich dann auf Tour gegangen durch alle Sektbars. Hihi. Um 2:30 h zu Hause. Ganz schön gut drauf.
Donnerstag abend war ich zu Hause. Habe versucht, Uwe zu erreichen, aber die Telefonnummer, die ich mir herausgesucht hatte, war nicht die richtige. Gestern abend habe ich die Zeitung durchgeblättert und war sofort wieder gut gelaunt. Heute ist nämlich Maskenball in Ginsheim. Hihi. Ich will auf jeden Fall hin. Aber zuerst geht’s zur Meisterschaftsfeier der Volleyballer. Und später fahre ich nach Ginsheim. Auch allein, wenn keiner mitkommt. Und außerdem bin ich in Bischofsheim zum Maskenball eingeladen. Petra meinte, ich solle doch den Wilfried nehmen. Aber das will ich und kann ich nicht. Mit Petra und Bernhard wird es wohl nichts. (Ich bin ja auch zuerst dran). Gestern abend (wir waren in Weiterstadt Schlittschuhlaufen und dann in der Kulisse), hat sie es endgültig gemerkt. Weil er bei den Driving Normans ist. Und zu denen paßt sie nicht. Das habe ich gleich gewußt. Aber sie mußte es eben selbst herausfinden. Also, dann mal sehen, ob ich heute abend mehr Glück habe. Daumen drücken!!!

Mittwoch, 29.02.84

Hallooo!!!! Heute ist wieder Hexenball. Und wieder warten. Aber dieses Mal ist es anders. Der Pino hatte letzte Woche schon recht. Man muß sich nur richtig bemühen, wenn man etwas haben will. Und ich habe mich daran gehalten und es auch bekommen. Hihi. Super. Also dann zurück zum Samstag. Bis 23:34 h war ich auf der Volleyball-Feier. Super-Stimmung. Aber das nützte mir auch nichts. Ich wollte Uwe sehen. Also fuhr ich zuerst nach Ginsheim. Da war er nicht. Ich habe nur Manfred getroffen und mit ihm einen Sekt getrunken. Er arbeitet jetzt in einem Ingenieurbüro in Erlangen. Dann bin ich nach Bauschheim gefahren. Nichts los. Andy war da, ich fragte ihn ob Uwe auch da sei. Nein. Also bin ich sofort wieder weg, nach Bischofsheim. Wilfried war natürlich noch da, mit einem Mädchen. Jumbo (Stefan) kam auch. Mann, den hatte ich schon öfters in Trebur gesehen dieses Jahr, aber nicht wiedererkannt. Dann wollte mich so ’n blöder Typ, ein Kumpel von Wilfried, unbedingt küssen. Ich bin geflüchtet. Und dann bald nach Hause. Um 2:00 war ich zu Hause. So ’n Mist. Wieder mal nichts. Sonntags um 14:00 aufgestanden. Was jetzt? Ich hatte schon einen verrückten Plan. Sollte ich oder nicht. Ich hatte es ganz schön satt, immer nur zu warten. Also los! Ich wußte, daß die Bauschheimer in Gernsheim Fußball spielten. Ich bin ganz einfach hingefahren. Endlich hatte ich den Sportplatz gefunden. Ich war wahnsinnig nervös. Uwe spielte mit. War nicht zu übersehen bei seiner Größe. Aber er sah mich natürlich nicht. Nach Ende des Spiels kam ich nicht schnell genug zum Ausgang. Mist. Er war schon weg. Jetzt nur nicht aufgeben, dachte ich mir. So nah am Ziel. Ich wartete im Auto auf dem Parkplatz. Endlich kam er. Leider waren noch einige Leute dabei. Da wollte ich nicht hingehen. Was sollte ich tun. Ich fuhr einfach hinterher. Zu einer Kneipe in Gernsheim. Dann schnell aussteigen. Und endlich hat er mich gesehen. War ziemlich überrascht. Ich ging ganz selbstverständlich mit. Ein Bier trinken. Ich erzählte ihm vom Samstag. Und er? Er war in der Turnhalle gewesen in der Hoffnung, mich zu sehen. Blöd!!! Als wir dann gingen, fuhr er ganz selbstverständlich bei mir mit. Ich wollte mich zuerst noch mal zu Hause sehen lassen und Petra anrufen, weil wir eigentlich abends weggehen wollten. Zum Glück hatte sie keine Lust mehr. Wir wollten an sich nach Bauschheim zu den anderen fahren, die sich noch mal alle nach dem Fußballspiel getroffen haben. Aber Uwe schlug dann vor, nach Mainz zu fahren. Ganz allein. War natürlich besser. Wir waren im L’Arcade und dann Pizza-Essen. Das heißt, ich habe keine gegessen, weil ich absolut keinen Hunger hatte an diesem Tag. Er hatte mir noch mal gesagt, daß es super war, daß ich so einfach gekommen bin. Und am Monsterball wäre es ja blöd gewesen, daß er einfach so weggegangen ist. Stimmt auch. Als wir im Auto saßen, hat er mich zum ersten Mal geküßt. (Nach dem Monsterball. Aber Maskenball bleibt eben Maskenball. Das ist ne andere Sache. Zum Teil. Bei ihm hatte ich gleich ein gutes Gefühl. Ich glaube, die zwei Wochen Warten haben sich gelohnt.) Wir sind dann zu ihm gefahren. Sekt trinken. Und noch ein bißchen mehr. Ich bin da geblieben. Viel geschlafen haben wir nicht. Es war schön. Wir waren so glücklich. Und sind es noch (?). Montags hätte er um 5:00 aufstehen müssen, aber daraus wurde nichts. Es war dann schon halb zehn. Jedenfalls sagte er, er wolle mich abends anrufen.
Abends wieder Treffen bei mir. Dieses Mal war’s wieder lustig. Weil wir jede Menge zu erzählen hatten. Aber angerufen hat er nicht. Meine Stimmung sank schon wieder. Bis wir unsere üblichen Montagabend-Anrufe tätigten. Petra fragte nach seiner Telefonnummer. Wir haben ihn dann aus dem Bett geworfen. War aber noch ganz lustig am Telefon. Wir haben nur gelacht. Petra und Heike mit ihren blöden Bemerkungen. Hihi. Außerdem hatten wir schon eine Flasche Martini getrunken und waren gerade beim Sekt. Er versprach, mich Dienstags vor dem Training anzurufen. Tat er auch. „Kleini“ nannte er mich. So ’ne Frechheit. Na, der mit seinen 1,93. Er mußte ins Training und anschließend noch zwei Artikel schreiben. Ich sagte, ich würde wohl zu Hause bleiben, aber es wäre so langweilig. Er meinte, ich könne noch mal vorbeikommen. So gegen 21:15 h. Hab ich auch gemacht. Er war noch nicht da. Aber er hatte den Schlüssel wie versprochen draußen deponiert. Ich hab Disc-Jockey gespielt und Asterix gelesen, während er seinen Artikel schrieb. Lust dazu hatte er natürlich nicht, aber ich hab ihm gesagt, er solle sich an die Arbeit machen und ich würde ihm gute Musik aussuchen. Um 24:00 bin ich nach Hause gegangen. Dableiben wollte ich nicht. Besser so. Schließlich mußte er um 5:00 aufstehen (das letzte Mal übrigens). Er sagte, es sei schön, daß ich gekommen sei.
Heute abend sehen wir uns wieder auf dem Hexenball. Aber erst später. Der muß mal wieder Fußball gucken. Wir gehen jedenfalls wie üblich schon früh hin. Und dann geht’s rund. Letzter Hexenball. Und Urlaub. Super!!!

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