August 1982

Sonntag, 8. August 1982

Jetzt mal wieder kurz zusammengefaßt die letzten Ereignisse:
Einmal war ich noch im „Le Cave“. War mit Sylvia verabredet, die aber nicht kam. War wahnsinnig langweilig. Ich hatte die Nase voll. War seitdem nicht mehr dort.
Mit Sylvia habe ich mich nicht mehr getroffen. Einmal hatte ich keine Lust und sagte, an meinem Auto müßte der Auspuff erneuert werden (was allerdings schon erledigt war).
Dann war sie krank, dann mußte mein Auto in die Werkstatt und ich meinte, sie könnte ja mal zu mir kommen. Sie war einverstanden und sagte, sie wolle vorher noch mal anrufen. Was sie aber nicht tat. Ist mir auch recht.
Vom 20.-28.07. waren unsere Eltern in Urlaub. Am 20. hatte ich einen Tag Urlaub. Die ganze Woche über waren ständig ein paar Leute bei Ute. Dienstag abend fuhren wir noch mal ins Schwimmbad. Anschließend was geraucht. Mich hat ’s wohl ziemlich erwischt, wie die anderen erzählten. Ich hatte auch vorher etwas getrunken. Entsprechend schlecht ging es mir am Mittwoch vormittag. Abends war ich ziemlich genervt, als ich nach Hause kam und den Saustall sah. Die ganzen Leute haben mich an dem Abend auch genervt. Donnerstag abend fuhren wir (B. Raimund, Ute und ich) nach Nieder-Ramstadt in den „Steinbruch“. So ’ne Art Discothek.
Und damit fingen meine sämtlichen momentanen Probleme an. Eben mit dem B. Es war natürlich aufregend nach so langer Zeit wieder (nach Christian). Aber ich war vorsichtig und hielt mich etwas zurück.
Am Freitag bin ich ihm aus dem Weg gegangen.
Samstag wollten wir alle nach Astheim fahren, dort spielte eine Gruppe. Nur B. war nicht da. Blöd! Er kam aber gerade in dem Moment, als ich mein Auto rausgefahren hatte. Ute fuhr mit ihm. In Astheim saßen wir erst eine Weile drin und hörten der Gruppe zu, nach und nach gingen alle nach draußen, schließlich ging ich auch mit Claudia raus. Kurz darauf fuhren B. und Ute zusammen weg. Das war natürlich ein starkes Stück! Ich ärgerte mich ganz schön. Außerdem war es langweilig. Also fuhr ich nach Hause, holte Dolly und ging mit ihr in Astheim spazieren. Dann wieder in den Jugendraum. Die beiden waren noch nicht da. Ich setzte mich zu den anderen, traf Jens S., Werner G. und Jochen S. Dann kamen sie endlich. Sie waren im „Steinbruch“ gewesen. B. tat, als wäre nichts gewesen. Es war alles wieder in Ordnung. Wir fuhren dann gleich darauf zu uns nach Hause. Ich mixte mir einen Cola-Bacardi, B. wollte auch einen, der G. Bacardi mit Orangensaft, jedenfalls war die halbe Flasche Bacardi an dem Abend weg.
G. fuhr mit Utes Mofa noch mal nach Astheim, ins „Happy Night“. Die anderen schliefen nach und nach ein. Ich sagte zu B., ich wolle hier nicht übernachten, und würde nach unten gehen. Er fuhr nach Hause.
Sonntag nachmittag kam B. auch mal zu mir ins Zimmer, aber an diesem Tag nervte mich wieder alles und ich sagte ihm, ich müsse Französisch lernen und redete kein Wort mehr mit ihm, bis er schließlich ging.
Montags sind sie alle ins neu eröffnete „Hard Rock Café“ im Frankfurter Hof gegangen. Ich konnte nicht mitgehen, ich bereitete den Kuchen für meinen Geburtstag vor und machte außerdem eine Quiche Lorraine.
Dienstags hat Ute alle Leute rausgeworfen.
Dienstag abend ging ich in den Hof. Dort traf ich Raimund, G., Otsch und ein paar andere. B. kam nur mal kurz an unseren Tisch.
Nach 12 (mein Geburtstag) kamen sie noch mal mit zu mir, ein Glas Wein trinken. G. sagte mir, er habe seit Montag eine feste Freundin, Martina. Er ist übrigens 19, wie B. auch.
Am Mittwoch habe ich total verschlafen, aber ich bin mit dem Auto gefahren und war genau 10:00 Uhr im Büro. Abends war nicht mehr viel mit mir los.
Die anderen Tage lief ich aber abends immer rum und hoffte, B. zu treffen, den plötzlich fehlte er mir. Letzten Sonntag hätte ich es fast geschafft.
Mittwoch war es dann reiner Zufall, ich ging in Richtung Hauptstraße und er kam gerade aus dem Hof. Hatte nicht viel Zeit, denn er muß um halb fünf aufstehen.
Donnerstag wollte ich beim Volleyballtraining mal vorbeischauen. Vorher ging ich in den Hof, denn er war dort, blieb aber nicht lange. Mit dem Training war es auch nichts, denn nur die Männer hatten, wie üblich.
Also ging ich zurück und wartete, bis er rauskam. Er würde nicht mehr so lange bleiben. So war es dann auch. Wir standen ziemlich lange draußen, etwa eine halbe Stunde. Er ist verrückt, aber er sagte, er glaube er habe sich verliebt. Das kann nicht stimmen! Denn Freitag wollte ich mitfahren zum Rüsselrock, aber es klappte nicht, weil ich unbedingt meine Bewerbungsunterlagen fertig machen mußte. Seitdem habe ich ihn nicht mehr gesehen. Also scheint es ihm doch vollkommen gleichgültig zu sein. Ich verstehe das nicht. Andererseit war es schon blöd, daß ich zugesagt habe und dann nicht mitgefahren bin. Gestern abend bin ich noch mal raus, habe auf ihn gewartet, von halb zwölf bis halb drei, dann reichte es mir. Ich werde es heute abend noch mal versuchen.

Abgelegt unter:

Top