Oktober 1980

Freitag, 24. Oktober 1980

Oktober 1980

Prospekt Volkshochschule
Abfahrt 6:45 Uhr Marktplatz GG. Fahrt durch die Schweiz (Basel, Biel, Neuchâtel, Lausanne, Genf). Es regnet in Strömen. Ich habe neben Astrid gesessen, mit der ich auch in einem Zimmer bin. Sie ist 25 und hat Wirtschaftswissenschaften studiert. Wir haben uns sehr gut verstanden.
Gegen Abend Ankunft in Pont de Beauvoisin im Hotel de la Poste. Abendessen. Zusammengesessen mit Uschi und Rudi W., Melitta L., Elke und Ad L. und Astrid.

Samstag, 25.10.80

Proviant eingekauft. Weiterfahrt durch das Rhônetal. Abstecher nach Gordes (bei Cavaillon) zum Vasarely-Museum. Sehr schönes malerisches Dorf. Sonnig aber kalt (Mistral!). Ankunft in Juan les Pins gegen 19:30. Abendessen. Dann sind Astrid und ich noch mal ans Meer gegangen.

Sonntag, 26.10.80

Frühstück 8:30. Anschließend von Herrn K. durch Juan zum Strand geführt. Nachmittags Bootsfahrt zu den Isles des Lerins, St. Marguerite und St. Honorat. Rückkehr 17:30. Nach dem Abendessen mit Astrid und Melitta durch Juan gebummelt. Wie ausgestorben. In einer Bar etwas getrunken und dann zum Hotel zurück gegangen.

Montag, 27.10.80

Morgens Sprachkurs bei Henri (Student in Nizza, ca. 24 bis 25 J. alt). Mittagessen am Strand. Nachmittags Fahrt um das Cap d’Antibes (schöne Villen) zum Leuchtturm „La Garoupe“. Weiterfahrt nach Antibes. Picasso-Museum im Grimaldi-Schloß besichtigt. Von dort aus zum Yachthafen gelaufen. Weiterfahrt nach Vallauris. Fresen „Krieg und Frieden“ von Picasso gesehen. Aber nur ganz kurz, wir hatten dann keine Lust mehr. Gelegenheit für Bummel und Einkauf von Töpfereiwaren. Nach dem Abendessen im Hotel gesessen und gemeinsam eine Geschichte über die „masque de fer“ zusammengebastelt.
An der Stadtmauer von Antibes

Dienstag, 28.10.80

Franze-Kurs im Hotelgarten. Auf Ausflug verzichtet. Mit Astrid nach Antibes gelaufen zum Restaurant L’Oursin (von Henri empfohlen). Leider konnten wir dort nicht essen, weil es überfüllt war und wir nicht reserviert hatten. Zum Yachthafen, dann nach Juan zurück. Tretboot für 1 Std. gemietet. Bummel an der Strandpromeande. Nach dem Abendessen mit Melitta, Astrid, Uschi und Rudi nach Antibes gelaufen (ca. 1,5 km). Unheimlich gemütliches Pizza-Restaurant gefunden. 2 Pizzas und einige Liter Rotwein konsumiert. Und außerdem Banana-Split. Und endlich einen gutaussehenden Franzosen gesichtet! Er arbeitet dort in der Küche, stand aber ziemlich oft vorne, so daß ich ihn sehen konnte.

Mittwoch, 29.10.80

Franze-Kurs. In der Mittagspause Tretboot gemietet. Mittagessen auf dem Meer. Zurückgehetzt zum Hotel; Fahrt über Antibes, Nizza nach Eze-Village. Bummel durch die malerischen engen Gäßchen hoch zum Jardin Exotique. Weiterfahrt nach Monaco. Stadtrundfahrt. Halt beim Spielcasino. Besichtigung des Casinos. Weiter nach Nizza zum Abendessen. Dann Bummel an der Strandpromenade. Ich war sauer, daß wir an diesem Abend nicht mehr nach Antibes gehen konnten und auch nicht in Nizza bleiben konnten. Dort war wirklich noch was los. Also lag ich um halb elf im Bett. War aber doch ganz gut, weil ich dann am nächsten Abend wieder fit war.

Donnerstag, 30.10.80

Vormittags Fahrt nach Antibes zum Marché Provençal mit Malkurs und beiden Sprachkursen. Um 12:00 weiter zum Cap 3000 bei Nizza. Toll zum Einkaufen (weinrotes Sweat-Shirt gekauft). Dann nach Nizza ins Chagall-Museum. Freizeit bis 18:00. Mit Astrid, Uschi und Rudi durch die Altstadt Nizzas gebummelt. Nach dem Abendessen wieder zu fünft nach Antibes gelaufen. Nach langer Suche glücklicherweise wieder im „La Socca“ gelandet.
Neben uns saß eine Gruppe Franzosen, die Couscous aßen! Die anderen unterhielten sich ganz gut mit ihnen, aber ich war beschäftigt, mit dem Typ zu flirten. Ab und zu saß er nämlich etwa gegenüber von mir an der anderen Wand.

Freitag, 31.10.80

Franze-Kurs am Strand. Nachmittags habe ich nicht am Ausflug teilgenommen. Ich bin nach Antibes gelaufen und habe Wolle gekauft. Am „La Socca“ bin ich „zufällig“ vorbeigegangen, hatte aber keine Courage, allein reinzugehen. Einmal stand er draußen auf der Straße. Ich überlegte, ob ich ihn ansprechen sollte, aber er sah mich überhaupt nicht, und dann hatte ich schon zu lange überlegt und war schon an ihm vorbei. Mist!!!
Abends dann Côte d’Azur-Abschlußabend im Hotel. Jean-Marie, der andere Französischlehrer war da; er gefiel Astrid so gut.
Von ihm hat sie sich die Adresse der Sprachschule in Juan geben lassen. Ich werde mal hinschreiben und mich informieren, denn nächsten Sommer möchte ich wieder nach Juan les Pins fahren. Und wenn ich dort bin, gehe ich auf jeden Fall ins „La Socca“.
Am Sonntag, dem 2.11. waren wir wieder zurück.

Abgelegt unter:

Top